Geistliches

3 - Im Lichte unseres Herrn

Im Psalm 36,10 lesen wir: „Bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Lichte sehen wir das Licht!“ (nach Luther 84) Meine Frau und ich hatten diesen Vers vor über 13 Jahren auf unserer Hochzeitsanzeige verschickt! Als ich in den letzten Tagen fasziniert die verschiedenen Objekte am Abendhimmel beobachtete, fragte ich hinter dem Teleskop unseren Herrn, welches Licht am Himmel dem Seinen wohl am ähnlichsten sei. Das intensive Chromgelb des Merkur, das strahlende aber eher kühle Weiss der Venus oder die eher wärmeren Farben von Mars, Jupiter oder Saturn. Vielleicht aber auch das geheimnisvolle Leuchten eines Kometen. Ich bin mir bewusst, dass dieses Farbempfinden nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat, aber ich bin sicher, dass auch König David manchmal den Sternenhimmel betrachtet hat und vielleicht ähnliche Fragen an Gott gestellt hat, wie ich unter dem Himmelszelt. Ich denke, Gottes Licht lässt sich mit nichts vergleichen. Sind wir uns bewusst, dass alles Leben, aber auch alles Licht von Gott erschaffen wurde, sein Licht wird aber noch viel schöner und faszinierender sein als jedes Licht, dass wir am Sternenhimmel erkennen können. In Offenbarung 21,23f lesen wir: „Und die Stadt (= das neue Jerusalem) bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, damit sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und ihre Lampe ist das Lamm (= Jesus). Und die Nationen werden in ihrem Licht wandeln, und die Könige der Erde bringen ihre Herrlichkeit zu ihr.“ (rev. Elberfelder) Auf diesen Moment freue ich mich unbeschreiblich, aber bis dahin geniesse ich das Beobachten der Objekte am Sternenhimmel, denn auch sie sind von Gott geschaffen, auch wenn sie noch Objekte aus dieser Welt sind.