Geistliches

2 - Die Weite des Kosmos und Gottes Liebe, wer ist grösser?

Kennen Sie das Lied von Toni Hatch, welches von Peter Strauch ins Deutsche übersetzt wurde?

1. Strophe
Eines Tages hörte ich, dass Jesus lebt,
dass er für mich starb und auferstand.
Seine Freude füllte nun mein Leben ganz.
Alles wurde neu als ich ihn fand.

Ref.
Und seine Liebe ist viel wärmer als der wärmste Sonnenschein.
Sie ist viel tiefer als das Meer und als der tiefste Ozean,
sie ist weiter als der Kosmos und der weiteste Stern,
und es gibt nichts, was Gottes Liebe überragt.

2. Strophe
Kennst du Jesus schon, der dich unendlich liebt,
er nimmt deine Schuld und macht dich froh.
Er kennt deinen Weg und führt dich jeden Tag.
Lebe doch mit ihm, er liebt dich so.

Dieses Lied gibt einige Schlüsselantworten, warum in meinem Fall vor bald 20 Jahren aus einem leidenschaftlichen Sterngucker ein Nachfolger Jesu Christi wurde! Unter dem Sternenhimmel zu stehen, durch Teleskope zu schauen, die Stimmung von klirrend kalten und einsamen Winternächten auf sich einwirken zu lassen oder eine ganze Nacht in der alten Sternwarte der Uni Bern zu verbringen und dabei nur den Mars zu beobachten, das fasziniert mich fast immer noch genauso wie vor meiner Bekehrung. Die Prioritäten haben sich aber geändert. Ich betrachte nicht nur fasziniert die Weite und Grösse des Alls, nein, es ist ein unbeschreibliches Vorrecht mit dem Macher von all dem, ja von der ganzen Schöpfung in ganz persönlichem Kontakt zu stehen, ihn immer besser kennenzulernen und seine Worte in der Bibel zu lesen zu dürfen. Darum freue ich mich an Gottes Grösse und dass er mich beauftragt hat, andere aufmerksam zu machen. Ich will bezeugen, dass dieser Gott so genial ist, dass trotz der Grösse seiner ganzen Schöpfung jedes Menschenkind auf dieser Welt ihm unendlich wichtig ist, er für uns nicht am anderen Ende des Universums sein will, sondern so nahe wie nur möglich. Ereignisse am Sternenhimmel, wie eine Mond- oder Sonnenfinsternis kann man berechnen, wir kennen den Weg von Sonne, Mond und Planeten um die Sonne heute recht gut, aber Gott kennt unseren Lebensweg heute, morgen und in alle Ewigkeit noch viel genauer und besser und er liebt uns so sehr, dass er Jesus Christus, seinen Sohn, zur Rettung für alle, die an ihn glauben, auf diese Erde schickte. Das haben wir sicher niemals verdient, auch wenn wir noch so vorbildliche Menschen wären. Verdient unser Vater im Himmel daher nicht, dass ich wir den Ratschlag von Petrus zu Herzen nehmen? „Alle eure Sorgen werft auf ihn; denn er sorgt für euch!“ (1. Petrus 5,7 nach Luther ’84)
 

3 - Im Lichte unseres Herrn

Im Psalm 36,10 lesen wir: „Bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Lichte sehen wir das Licht!“ (nach Luther 84) Meine Frau und ich hatten diesen Vers vor über 13 Jahren auf unserer Hochzeitsanzeige verschickt! Als ich in den letzten Tagen fasziniert die verschiedenen Objekte am Abendhimmel beobachtete, fragte ich hinter dem Teleskop unseren Herrn, welches Licht am Himmel dem Seinen wohl am ähnlichsten sei. Das intensive Chromgelb des Merkur, das strahlende aber eher kühle Weiss der Venus oder die eher wärmeren Farben von Mars, Jupiter oder Saturn. Vielleicht aber auch das geheimnisvolle Leuchten eines Kometen. Ich bin mir bewusst, dass dieses Farbempfinden nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat, aber ich bin sicher, dass auch König David manchmal den Sternenhimmel betrachtet hat und vielleicht ähnliche Fragen an Gott gestellt hat, wie ich unter dem Himmelszelt. Ich denke, Gottes Licht lässt sich mit nichts vergleichen. Sind wir uns bewusst, dass alles Leben, aber auch alles Licht von Gott erschaffen wurde, sein Licht wird aber noch viel schöner und faszinierender sein als jedes Licht, dass wir am Sternenhimmel erkennen können. In Offenbarung 21,23f lesen wir: „Und die Stadt (= das neue Jerusalem) bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, damit sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und ihre Lampe ist das Lamm (= Jesus). Und die Nationen werden in ihrem Licht wandeln, und die Könige der Erde bringen ihre Herrlichkeit zu ihr.“ (rev. Elberfelder) Auf diesen Moment freue ich mich unbeschreiblich, aber bis dahin geniesse ich das Beobachten der Objekte am Sternenhimmel, denn auch sie sind von Gott geschaffen, auch wenn sie noch Objekte aus dieser Welt sind.
 

4 - Glaube handelt auch entsprechend

Der Mars hat sich mehr oder weniger Abendhimmel verabschiedet, der erdähnlichste Planet bleibt für die nächsten Monate in der Region hinter der Sonne und steht mit der Sonne am Tageshimmel. Als ich letzten Winter den roten Planeten durchs Teleskop beobachtete, fragte ich mich plötzlich: „Was würde ich tun, wenn Gott mir plötzlich deutlich hörbar den Befehl geben würde, selber ein Raumschiff zu bauen, das mich und meine Familie zum Mars fliegen könnte.“ Wie würde ich reagieren? Auch wenn mir Gott verspräche, mir alles im Detail zu zeigen, wie es tun müsste: Würde ich gehorchen und eine mir so völlig unmögliche Aufgabe anpacken? Ich denke, so ähnlich ging es Noah, als er den Auftrag von Gott erhielt, die Arche zu bauen. Hätte ich wirklich genügend Glauben, würde ich einen solchen Auftrag annehmen und auch bis ans Ende durchziehen? Wie würde sich meine Umgebung wegen einem solchen „Hirngespinst“ an den Kopf greifen und mich als völlig übergeschnappt hinstellen! Noah hatte diesen Glauben! Der Glaube an Gottes Wort ist die Gewissheit, dass sich alle Verheissungen Gottes im Laufe der Zeit erfüllen werden, auch Dinge, die man sich im Moment überhaupt nicht vorstellen kann. Mir kommt dabei der erste Vers von Hebräer 11 in den Sinn: „Der Glaube ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein Ueberführtsein von Dingen, die man nicht sieht.“ (rev. Elberfelder) Das Ueberführtsein von Dingen die man (noch) nicht sieht, verlangt nicht nur Glauben von mir sondern auch konkrete Schritte, eine Reaktion auf das Geglaubte und als sicher Erkannte. Gott will von mir nicht nur Glauben sondern als Reaktion auf seine Verheissungen auch Werke sehen. Ich glaube zwar kaum, dass mir Gott tatsächlich den Auftrag erteilen würde, ein Mars-Raumschiff zu bauen. Aber Gott gibt uns Auftäge, die um ein Vielfaches einfacher sind als Noas Aufgabe und trotzdem tun wir das von ihm Verlangte manchmal leider nicht. In Jakobus 2,26 lesen wir: „Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.“ Noah hatte einen solchen reagierenden Glauben. Er hatte noch keinen Regen gesehen; denn vor der grossen Flut regnete es noch nicht. Möglicherweise verstand er auch nichts vom Schiffsbau. Trotzdem folgte er den Anweisungen und nahm 120 Jahre wirklich schwere Arbeit auf sich, dazu manchen Spott wegen seines Glaubens, dass Gott die Wahrheit sprach. Sein Werk war Zeugnis seines Glaubens.